35C3, Tag 2+3

Am zweiten Tag ging’s weiter mit Inside the Fake Science Factories, wo es um Netzwerke von Konferenzen und Journals ging, die so tun, als ob sie wissenschaftlich wären, aber eigentlich nur auf finanzielle Beiträge aus sind. Artikel werden zum Schein geprüft und dann veröffentlicht in dubiosen Zeitschriften, Konferenzen werden mit seltsamen Teilnehmern gefüllt irgendwo auf der Welt, es gibt inflationär viele davon. Das Recherchenetzwerk war relativ gross, vorgestellt wurde es uns von zwei investigativen Journalisten vom NDR und einem von der SZ. Zeitungsabos und Gebührengelder sind eben manchmal doch sinnvoll angelegtes Geld. Zum Nachschauen hier: https://app.media.ccc.de/v/35c3-9744-inside_the_fake_science_factories

Danach folgte der relativ lange und unterhaltsame Jahresrückblick des CCC, von dem mir noch nicht alles bekannt war: https://app.media.ccc.de/v/35c3-9975-jahresruckblick_des_ccc_2018

Ein paar rechtliche und praktische gute Hinweise gab es bei Verhalten bei Hausdurchsuchungen, eine Situation, in die man nicht kommen möchte, auf die man aber besser vorbereitet sein sollte.

Leipzig Messegelände

Tag 3 begann mit einer guten Zusammenfassung über Empirie und wie man Studien erstellt und deren Statistik liest und korrekt macht. Das war mir zum Glück fast alles bekannt. https://app.media.ccc.de/v/35c3-9686-die_dreckige_empirie

Der beste Vortrag von Tag 3 war der über Die dreckige Seite des Mobilfunks, wo ein Telekommitarbeiter, der die letzten 25 Jahre im Mobilfunkbereich draussen mit den Antennen zu tun hat, viele interessante Sachen erzählt hat, über Störer, Frequenzspektren, die BNetzA und noch so einiges mehr. https://app.media.ccc.de/v/35c3-9407-die_verborgene_seite_des_mobilfunks

Watt und dBM

Es lohnt sich auch wirklich, verpasste Vorträge online nachzuschauen, die Medien-Seite des CCC ist sehr gut gemacht und die Vorträge sind sehr schön aufgezeichnet. Vor Ort zu sein ist trotzdem noch spannender als sich das zu Hause im Sessel anzuschauen. Das ist seit langem und bei weitem die sinnvollste “Konferenz”, auf der ich war.

35C3, Tag 1

Der 35C3 hat begonnen. Dank Kontakten auf Twitter bin ich auch noch reingekommen. Das Leipziger Messegelände ist ziemlich gross, aber bis auf ein bisschen zyklischen Stau bei den Fressbuden immer zwischen den Vorträgen hab ich noch keinen Dichtestress erlebt.

Die eigens für den Kongress gebaute Fahrplan-App mit allen Vorträgen und Events drin aktualisiert gefühlt alle 30 Minuten, funktioniert aber bestens.

Der Vortrag zu den Spacecraft Operations um 16:10 Uhr war sehr spassig, weil die zwar auch noch viele andere Sachen beachten müssen (Orbits, etc.), aber im Kern sind sie einfach sehr weit weg vom Satelliten, nachdem sie ihn ins All geschossen haben, und müssen dann mit den Daten leben, die von dort kommen. Sie können noch Aktionen auslösen, haben Wartezeiten zwischen Kommando und Daten, haben auch nicht immer Datenzugriff (Horizont) und haben ungefähr 20’000 Messparameter für die Telemetrie. Das ist quasi wie ein Solarauto, nur mit mehr Budget. Kreativ werden die Leute auch erst, wenn sie wirklich eingeschränkt werden, dann muss man für die Ferndiagnose der Solarpanels erstmal überlegen, wie man genau herausbekommt, was nun eigentlich das Problem ist. Hypothesen aufstellen (man weiss ja, wie der Satellit aussieht) und dann überlegen, wie man die aus zigtausend Kilometern Entfernung prüfen kann. Sowas ähnliches hatten wir 2016 mit den Solarpanels beim SER2 auch, als man in den Daten der Solartracker gesehen hat, dass mit einzelnen Strings des gesamten Panels etwas nicht stimmen kann. Aus den Messwerten konnte man das damals relativ gut eingrenzen, aber am Ende konnte auch jemand mit dem Lötkolben hingehen und nachlöten.

Richtig cool war dann um 17:30 Uhr der Vortrag zu wallet.fail, wo Hardware-Crypto-Wallets gehackt wurden. Das sind so kleine Geräte wie ein TAN-Generator, die intern Zahlungen verschlüsseln, auf denen man dann auch Zahlungen freigeben kann. Und natürlich, wenn man das gehackt hat, installiert man erstmal Snake drauf und kann dann auf seiner Wallet Snake spielen (Doom ging nicht, da zu wenig Tasten da sind). Auch die Fernauslesung oder der Einbau eines Funkschalters, den man aus der Ferne betätigen kann (um z.B. eine Zahlung zu autorisieren), waren sehr witzig.

19:10 Uhr kam ein Hack zur Venenerkennung, einem der letzten biometrischen Merkmale, die noch nicht gehackt wurden. Es war erstaunlich einfach, nachdem sie auch erstmal gezeigt hatten, was genau gemessen/vermessen wird. Ich kannte das im Prinzip von den Fingerabdrücken schon aus der Biometrie-Vorlesung 2002 und die Venen sind halt nur etwas schwieriger zu “sehen”, aber am Ende doch ganz einfach. IR-Filter der Kamera raus, die Hand mit IR anstrahlen und schon kriegt man schöne Muster. Das ganze kann man mit Toner ausdrucken, sie haben es dann in eine Handform mit Bienenwachs vergossen und fertig war die Hand-Attrappe, die das System überlistet hat.

“What the fax” war der abschliessende Vortrag von gestern — klar, wer benutzt heut noch Fax? Aber sie haben HP-All-in-One-Geräte auseinandergenommen und genügend Lücken gefunden, wie man über die normale Telefonleitung in das Gerät reinkommt und von da eben weiter in das normale Netzwerk. Es ging bis runter zu den Kompressionsalgorithmen, die in der Firmware von HP verwendet wurden (einer aus Commander Keen, einem Uralt-Spiel — Vermutung war, dass der Programmierer des Spiels bei HP gelandet ist, das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man Code mitnimmt).

Lohnt sich jedenfalls, die Konferenz 🙂 Mit zwei der Leute vom Bahnhofsfoto-Projekt, deren Daten ich ja mit produziere, hab ich mich auch schon getroffen und es scheint noch ein weiterer Liegevelofahrer da zu sein, wenn ich das auf Twitter richtig interpretiere.

Jurassic Gare

Es gibt immer noch einige Bahnhöfe ohne Foto und es gibt sogar Bahnhöfe auf der Karte, die gar keine sind. Beidem kann abgeholfen werden.

Meine Streckenplanung ging heute als Anreise bis Le Locle (via Biel/Bienne und La Chaux-de-Fonds), problemlos mit ICN bis Biel und FLIRTs bis nach Le Locle.

Nach dem letzten Bahnhof ging’s noch ein paar Meter weiter bis fast zur CH-F-Grenze und da fuhren auch noch grenzüberschreitende Züge herum. Aber ich bin dann wieder in die Gegenrichtung gerollt, erstmal bis La Chaux-de-Fonds.

Danach gleich weiter ins südlich davon gelegene Tal Vallée des Ponts, und auch dort erstmal ein Stück Liegevelo (Höhenmeter bis über die Wasserscheide, schlechte Planung) und später bei Gelegenheit mit dem Schienenbus bis ans Talende.

Ab da ging es meist abwärts und günstigerweise auch mit Rückenwind.  Es regnete, mal weniger, mal nichtsowenig. 🙂 Manchmal war’s auch trocken und meine Laune hob sich. An einigen Stellen hätte ich bequem an den 60er-Schildern Tickets bekommen können. Voll gut, wenn nur die Hinterradbremse einen normalen Druckpunkt hat und die vordere irgendwie nicht tut. Als Schleppbremse hat sie aber noch gut getaugt.

In der Taubenlochschlucht war ich 2014 schon mal und den Bahnhof dort hatte ich schon: Juli 2014 Von daher war in Reuchenette-Péry sowieso geplant Schluss und zufällig hätte ich da mit dem Velo sowieso auf die Bahn verladen müssen. Ich hatte noch genügend Zeit, um alles auf trocken zu wechseln und bin dann via Biel/Zürich wieder heimgefahren.

65km und >25 Bahnhöfe 🙂 (Einige Bilder haben eigentlich Koordinaten, aber die scheinen bei der RAW-Bearbeitung verschwunden zu sein. Wird nicht mehr korrigiert, behalte ich aber im Hinterkopf.)

Kronberg im Schnee, Kurzausflug

Der Kronberg ist immer gut, zuletzt hier im Blog 2013, aber zwischendurch auch schon wieder gewesen. Eigentlicher Ausflugsgrund: Nebel in Wil, und natürlich kann man auch die Kamera gut testen, oben Zmittag essen und dann wieder runterfahren, arbeiten und gelegentlich Zeitung lesen. Also genau das, was ich sonst daheim auch gemacht hätte, einfach unterwegs.

Das (optische!) 30x-Zoom der TZ60 ist ordentlich. Das ist ein neuer Stadler-Tango der Appenzeller Bahnen, zwischen Jakobsbad und Gonten, also ordentlich weit weg, wenn man oben auf dem Kronberg steht.

Die neuen Stadler-Tangos der Appenzeller Bahnen. Rollt gut 🙂

So richtig viel Schnee liegt nicht, aber es reicht für Schneeschuhläufer. Gleitschirmflieger waren auch genügend da und haben sich über die Thermik gefreut.

Schneeschuhläufer Richtung Schwägalp.

Säntis. Bank. Man kennt’s.

Die Panoramafunktion der TZ60 ist auch um Längen besser als die der TZ41. Bessere Hardware und bessere Software, würde ich sagen.

Panoramafunktion der TZ60 getestet, der Säntis.

Danach ging’s wieder heim in den kalten und feuchten Nebel. Igitt.

Panoramafunktion der TZ60 getestet, rechts der Nebel über Wil/Winti/Züri.

Bercher-Lausanne-Morges (Bahnhöfe)

In Wil war seit Mitternacht recht viel Schnee gefallen, wie ich heute morgen überraschend festgestellt habe. Gestern nach dem Auftritt in Maria Dreibrunnen und dem angehängten Kinobesuch war noch alles trocken und es war frostig kalt. Mit Liegevelo um Wil herum cruisen wäre also nicht so hübsch gewesen, daher habe ich die Anfahrt zur Velorunde verlängert und mal wieder ein paar Bahnhofsfotos gemacht. Ausserdem muss ich mich noch mit der TZ60 vertraut machen. Die RAW-Funktionalität hat ungeahnte Möglichkeiten.

10cm Neuschnee in Wil am 16.12.2018

Streckenwahl für die Bahnhofsfotos: Bercher bis Lausanne, das sind 20 Bahnhöfe auf 25km Strecke, keine schlechte Quote. Der Stadler Flirt fährt da teilweise im Tram-Stations-Abstand und auf Meterspur sowieso. Wegen Velomitnahme hab ich mir gar nicht erst Gedanken gemacht, die ist eh gegeben.

Lausanne Flon, jpg-Bild direkt von der Kamera

Obiges Bild ist so, wie es die Kamera selbst erstellt hat, da passiert noch einige Nachbearbeitung intern, nachdem der Sensor das Bild eingefangen hat. Mit meiner Bearbeitung vom RAW-Bild sieht es noch etwas anders aus. Farblich kann man viel nachkorrigieren.

Lausanne Flon, JPG selbst aus RAW-Bild erstellt.

Bercher war ziemlich im Niemandsland, aber nicht so ganz wie Heiligkreuz am Donnerstag, denn immerhin fährt ein Zug hin. Von dort bis Echallens bin ich fast allein auf den Strassen gewesen.

Bercher, Endpunkt der Bahn Lausanne-Echallens-Bercher. Sonnig.

Es war anfangs sonnig, später wurde es recht neblig, aber der Niederschlag blieb zum Glück komplett aus.

Diese Richtung war meine: Süden, abwärts zum See.

Als ich wieder in Lausanne war, hab ich das McCafé in Chauderon kreditkartenkontaktlos und menschenkontaktlos am Bestellautomaten geplündert und währenddessen beschlossen, noch bis zum Anbruch der Dunkelheit Richtung Westen weiterzufahren und die an der Strecke liegenden Bahnhöfe zu fotografieren. Das reichte dann bis kurz hinter Morges — die Stichstrecke von dort bis nach Bière und Bière-Casernes kommt später mal. Rückfahrt um 16:42 Uhr ab Morges: ICN bis Zürich und dann voraussichtlich FV-Dosto bis Wil — ich bin ja momentan noch im ersten Zug.

Was an der Kamera echt gut ist: der Bildstabilisator und der Drehring am Objektiv. In der Einstellung Blendenautomatik (S) kann man durch Drehen die Belichtungszeit verstellen, genauso wie ich das früher bei der analogen halbautomatischen T70 auch gemacht habe. Bis deutlich länger als 1/30 Sekunde kann man bequem ohne Verwackler fotografieren, auch bis 1/10 ging schon gut.

In der Extrem-Weitwinkeleinstellung sieht das Bild, das die Kamera als JPG liefert, so aus:

Morges, JPG direkt von der Kamera.

Dasselbe Bild im RAW-Format zeigt natürlich alle Verzerrungen vom Weitwinkel, die Vignette aussenherum und man sieht, dass noch viel mehr Daten auf dem Sensor landen, die dann aber abgeschnitten und korrigiert werden.

Morges, JPG selbst aus RAW von der Kamera erstellt.

Den grad vorbeifahrenden Zug hätte die iA-Vollpfostenautomatikeinstellung der Kamera ansonsten auch irgendwie verblitzt oder sonstwie versucht scharf zu bekommen. Aber ich hab ja absichtlich gewartet, bis der grad vorbeifährt. Intelligente Automatik ist nicht immer gut 🙂

SER3 zurück in Uzwil

SER3 kam auf dem Land-/Seeweg wieder zurück, war günstiger. Gestern kam der Hänger aus dem Container, heute kam das Auto aus dem Hänger.

Ähm, der Hänger ist angekommen. Hat jemand den Schlüssel? 🙂

Ein Weihnachtsgeschenk.

SER3 in mint condition 😀

Die Reifen waren nicht mehr voll, aber stossen ging. Ab mit dem Auto ins Bühler-Customer-Center, in die Ausstellung zum Thema Afrika.

Einmal übers Gelände fahren (ohne Batterie, rollt).

Im Januar gibt’s dann entsprechend einen CEO-Apéro. Mein Kleiderschrank ist voller Bühler-Garnituren, da findet sich sicher was. Ein Blaumann bzw. eine Arbeitshose fehlt mir nur noch.

SER3 im Customer Center von Bühler

KKS in Wil

Ich war zwar ab 18 Uhr unterwegs zu einem Auftritt in Heiligkreuz/Nollen*, aber von dem Einmarsch unserer neuen Wiler Bundesrätin Karin Keller-Sutter hab ich doch noch einiges mitbekommen. Dumm nur, wenn man genau zu dem Zeitpunkt, wo sich die Menschenmassen die Altstadt hinaufwälzen, in die entgegengesetzte Richtung möchte. Ich hab mich dann doch eines Besseren besonnen, bin mit dem Strom geschwommen und durch meinen Velo-Lift hinabgefahren worden. Unsere Organistin war zufällig auch drin, unterwegs zur Musik in St. Peter.

Die obere Bahnhofstrasse füllt sich mit Menschen.

Die Trommler sind schon vorbeigekommen.

Noch eine Marschformation.

…und hinterher die Menschenmassen.

Aber ansonsten wird KKS unterwegs im Land nicht mal sicher erkannt. Am Dienstag hab ich das live am Bahnhof Löwenstrasse erlebt: sie kommt die Treppe runter, stellt sich irgendwo aufs Perron und die meisten nehmen sie gar nicht wahr, nur einige fangen an zu tuscheln “ist das nicht…?”. Ich hab nur mit einem wissenden Blick geantwortet, bevor sie es geschafft hatten, im Internet nach Bundesrätin 2018 zu googeln, weil sie nicht mal ihren Namen wussten. Und dann fährt sie halt auch ganz normal im gleichen Zug wie viele andere auch, so sollte das überall sein.

Der Bericht von hallowil.ch.

*Wegbeschreibung: hinter Zuckenriet links, bis es in alle Richtungen nur noch abwärts geht und wo man Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen hört

GPS/Exif geht wieder

Hier hatte ich festgestellt, dass ja die GPS-Daten aus meinen Bildern nicht mehr angezeigt werden. Nach ziemlich langem Debugging bin ich drauf gekommen, dass es am PHP selbst liegen könnte, weil nämlich die Exif-Header gar nicht mehr korrekt ausgelesen wurden. Damit waren dann gar keine GPS-Daten zum Anzeigen da. Stackoverflow meinte was von einem Bug in PHP-Version 7.2 und ulkigerweise ist das natürlich die, auf die Hosteurope zuletzt alles umgestellt hat. Nachdem ich auf 7.1 zurückgestellt hatte, ging alles wieder. Dafür sucht man dann ewig nach dem Fehler und lernt eigentlich gar nichts Neues.

Erstklassige Uhrenprobleme und ein Wasserschaden

Aussicht, wie jedes Jahr

Am Freitag vor dem abendlichen Abflug bemerke ich noch, dass das Abflussrohr in der Küche verstopft ist. Also den Siphon abgeschraubt, mal ein übriges Stück Kettenschutz vom Liegevelo bis zum Anschlag reingeschoben und vermutet, dass das nur mein Anschluss ist; somit den Siphon offengelassen und Abflussreiniger eingefüllt, in der Hoffnung, dass es übers Wochenende wieder frei wird. Dem war allerdings nicht so. Am Sonntagabend erreicht mich von den Nachbarn untendrunter die Info, dass die Nachbarn über mir die Waschmaschine angeworfen hätten und das Wasser bei mir in der Küche rausgekommen wäre und dann zu ihnen runtergelaufen sei. Ja schick, ich konnte nicht viel machen. Ich hab nur aus der Ferne ausprobiert, ob ich mein Warmwasser noch an-/abschalten kann und war erleichtert, dass das noch funktionierte.

Wieder vor Ort, gab’s in meiner Wohnung so gut wie gar keinen Schaden (nicht mal die Warmwassersteuerung, die 15cm neben dem offenen Abwasserrohr klebt), das Wasser ist einfach gleich nach unten durch die Decke gelaufen. Wenn ich nicht offen gelassen hätte, hätte es bei mir einfach das Waschbecken gefüllt und hätte dann langsam meine Küche ruiniert, ohne dass es jemand gemerkt hätte, also war das wohl Glück im Unglück.

Der SanitäRter am Montag war dann voll nett, hat mal bei mir im Abfluss die Spirale eingeführt, dann von oben, ich hab mitgeholfen und zugeschaut und viel gelernt über die Rohrverlegung bei uns im Gebäude. Das Geräusch, wenn plötzlich wieder das Wasser durchfliesst, ist schon erleichternd.

Sanitärfachmann mit der Spirale

Ein bisschen unterhalten haben wir uns auch und ich hatte zwar gelesen, dass ein gewisser Herr Koller den Weihnachtsbaum vor meinem Fenster gesponsort hatte, aber ich wusste nicht, dass es mein Sanitärfachmann war. Der fand’s auch gut, seinen Baum mal von oben zu sehen.

Der Blick in die Altstadt, auch wie jedes Jahr.

Nach einer Weile mit dem 1.Klass-GA stelle ich mal ernüchternd fest, dass in der zweiten Klasse die cooleren Leute sitzen, aber in der ersten einfach mehr Platz ist. Neulich haben sich in der 1. Klasse der Zürcher S-Bahn drei gesetzte/sitzende ältere Herren tatsächlich darüber mokiert, dass es die SBB einfach nicht schaffen, endlich mal diesen Minutenschlag abzuschaffen bzw. zu korrigieren. Es ging ihnen aber nicht um die Bahnhofsuhren draussen, sondern um die Anzeige unten rechts auf dem Monitor in der S-Bahn 🙂

Die Bahnhofsuhr unten rechts.

Da hätte ihnen eigentlich selbst auffallen müssen, dass das ein feature und kein bug ist, also Absicht. Nicht umsonst wollte ja auch Apple dieses Uhrendesign einfach klauen. Ich hab ihnen dann einfach meine geschenkt bekommene stop2go unter die Nase gehalten mit dem Minutenschlag und gemeint, dass das heute sogar extra kostet.

Meine neue gebrauchte Kamera Lumix TZ60 hat auch einige nette Merkmale. 30x optischer Zoom, RAW-Bilder und einen Objektiv-Drehring für die manuellen Programme. Und ganz wichtig: kein Dreck auf dem Sensor. Ich hatte die Wahl, ob ich die alte TZ41 für 130 Fr. zum Reinigungsservice schicke oder ob ich die Nachfolgekamera für denselben Preis als Occasion bekomme. Die Stundenlöhne hierzulande halt, da war die Entscheidung recht einfach, zumal ich auch die zusätzlichen Akkus und Speicherkarten der alten Kamera weiter benutzen kann. Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich die GPS-Daten hier im Blog wieder ausgelesen und angezeigt bekomme.

Zürich, Limmat, 04.12.2018

Datenaggregatoren bei Google

Dow Jones bei Google

Gestern war ich bei einem von Google gehosteten Event auf dem Hürlimann-Areal in Zürich. Der Hersteller von DNA (Data, News, Analytics) hatte zu drei Sessions eingeladen (nicht zu verwechseln mit der deutsch ausgesprochenen Wintersession im Bundeshaus). Was Dow Jones macht: Daten aus weltweit zugänglichen und verfügbaren News-Quellen sammeln, aggregieren, aufbereiten, und das in vielen Sprachen. Das läuft natürlich auf der Google Cloud Platform, sonst wäre ja jemand anderes der Host dieser Veranstaltung gewesen.
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